NORDDEUTSCHER SCHÜTZENBUND VON 1860 e.V.
 

3 Medaillen bei der DM Blasrohrsport

Die erste Deutsche Meisterschaft im Blasrohrsport war ein großer Erfolg für unseren Verband, der mit einem kompletten Medaillensatz nach Hause zurückkehrte.

Beim Blasrohrsport müssen die Teilnehmer, in zwei Passen jeweils 30 Pfeile durch ein bis zu 1,70 Meter langes Blasrohr aus einer Entfernung von sieben Metern auf eine Scheibe pusten.

Manfred Treller (Herren IV) von der Schgruppe im SV Ellingstedt krönte seine Spitzenstellung im Blasrohrsport mit dem Titel des ersten Deutschen Meisters in seiner Klasse. Zuvor hatte er bereits das Bundesturnier 2024 als Bundessieger abgeschlossen. Sein Spitzenergebnis und gleichzeitig DM-Bestwert lag bei 598 Ringen.

Bevor Manfred Treller zum Blasrohrschießen kam, war er in den Disziplinen Luftpistole und Compoundbogen aktiv. Als der Blasrohrsport aufkam, dachte er sich, das könnte auch etwas für ihn sein. Nach ein paar Trainingseinheiten hat ihm das gut gefallen und er ist dabei geblieben.

Riesengroß war die Freude bei dem 83-jährigen Dr. Ernst Kesten vom SchV Kappeln, der die Silbermedaille mit 578 Ringen gewann. Diese Platzierung sicherte er sich durch eine erhebliche Leistungssteigerung von dreizehn Ringen gegenüber den Landesmeisterschaften. Der Podestplatz war hart umkämpft, denn Heinz Bettin (NW) und Karl-Heinz Teichler (NS) erreichten nach 60 Pfeilen ebenfalls 578 Ringe. Letztendlich gaben die letzten sechs Pfeile (Passe) den Ausschlag für Dr. Ernst Kestens Rangfolge, da er hier mehr Ringe aufzuweisen hatte und somit Silber gewann.

Dr. Ernst Kesten trat erst Anfang letzten Jahres, nach seinem Umzug von Göttingen nach Kappeln,in den SchV Kappeln ein. Auf der Suche nach Kontakten und einer Freizeitbeschäftigung lernte er den Blasrohrsport kennen. Er fand den Sport sehr interessant, probierte ihn aus und betreibt ihn nun ständig mit Erfolgserlebnissen, da er bei jedem Schuss den Einschlag des Pfeils sieht.

Der Sport half ihm gesundheitlich, da das Training der Lunge und das bewusste Atmen ihm mehr Frische und Lebensqualität brachten. Zudem fördert es die Konzentration, ist aber gleichzeitig sehr entspannend. Er merkt an, dass der Sport kostengünstig ist und bis ins hohe Alter ausgeübt werden kann.

Auch Christine Kahllund (Damen IV) vom SSC Fockbek hatte einen „guten Lauf (Puste)“. Sie bot eine erhebliche Leistungssteigerung und „pustete“ bei der Deutschen Meisterschaft zehn Ringe mehr als bei ihrem diesjährigen Landesmeisterschaftstitel. Mit 577 Ringen gewann sie die Bronzemedaille. Obwohl die Veranstaltung in Einbeck sehr gut organisiert und ruhig ablief, war sie sehr aufgeregt. Dennoch konnte sie ihr Trainingsergebnis erreichen und freute sich, dass sie mit 577 Ringen (Ziel: 570 bis 575 Ringe) auf dem Podest stand.

Christine Kahllund war so begeistert vom Blasrohrsport, als dieser aufkam, dass sie im Herbst 2024 zusammen mit ihrem Mann Hans-Peter sowie Gisela und Gerd Kröger die Blasrohrsport-Sparte im SSC Fockbek gründete.

Knapp an einer DM-Medaille vorbei schrammte Anja Kühl von der Elmshorner SchG  bei den Damen II, die mit 584 Ringen den undankbaren vierten Platz belegte.

Ebenfalls unter die Top Ten schafften es: Stefan Bergfeld vom Itzehoer Hockey-Club: Sechster bei den Herren III mit 592 Ringen und Rike Schulczewski vom SchV Wilster: Siebte mit 576 Ringen.

Ergebnisse

 

 

 

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