NORDDEUTSCHER SCHÜTZENBUND VON 1860 e.V.
 

Anti-Doping

Alle Sportler wünschen sich faire, saubere und chancengleiche Wettkämpfe.

Nicht immer lässt es sich im Krankheitsfalle vermeiden auf Medikamente zurückzugreifen.
Und bei einigen Erkrankungen sind bestimmte medizinische Behandlungsmethoden unumgänglich.

Medikamente aber auch einige Nahrungsergänzungsmittel können dopingrelevante und damit im Wettkampf verbotene Substanzen beinhalten.
Einige medizinische Behandlungsmethoden können ebenfalls dopingrelevant sein.

Doch nicht immer bedeutet die Anwendung verbotener Substanzen/Methoden für betroffene Sportler gleich das Aus für Wettkampfteilnahmen.

Es gilt jedoch ein paar Dinge zu beachten.
Denn die NADA kann durchaus auch z.B. auf Landesmeisterschaften unangemeldete Dopingkontrollen durchführen.
Bei einer Dopingkontrolle sind Sportler verpflichtet alle Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel auf dem Dopingkontrollformular anzugeben, die in den letzten 7 Tagen vor der Kontrolle eingenommen wurden.

Die nachfolgenden Hinweise richten sich an unsere Sportler die aus medizinischen Gründen, bei Wettkämpfen des DSB und seiner Untergliederungen, vom Facharzt verordnete Medikamente/Substanzen einnehmen oder Methoden anwenden müssen, die auf der NADA-/WADA-Verbotsliste stehen.

In der DSB-Sportordnung Punkt 0.17 ist das Regelwerk zum Thema Doping niedergeschrieben.

Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) Deutschland ist bei uns im Land für Dopingkontrollen zuständig und macht den Sportlern folgende Vorgaben:

In einer leicht verständlichen Darstellung hat die NADA auf ihrer nachfolgend verlinkten Webseite erklärt, wie sich betroffene Sportler im Krankheitsfalle verhalten sollen.
https://www.nada.de/medizin/im-krankheitsfall/

Für diejenigen, die verbotene Substanzen/Methoden anwenden, besteht grundsätzlich eine Verpflichtung sich in den Vorwegen um eine Ausnahmegenehmigung TUE (Therapeutic Use Exemption) der NADA zu bemühen.

Sportler, die keinem NADA-Testpool des Dopingkontrollsystems angehören, müssen sich verbotene Substanzen/Methoden bei einer Wettkampfteilnahme in Deutschland nicht vorab genehmigen lassen.
Es ist ausreichend, bei der Teilnahme an nationalen Wettkämpfen (z.B. Kreis-, Landes- und Deutsche Meisterschaften) in Deutschland, ein fachärztliches Attest mit sich zu führen.
Aus dem fachärztlichen Attest muss der Medikamentenname, die Dosierung, die Verabreichungsform und -häufigkeit sowie Therapiebeginn und -ende aller eingenommener Medikamente (auch die erlaubten Medikamente) ersichtlich sein.
Das fachärztliche Attest darf nicht älter als 12 Monate sein.
Kommt es zu einer Dopingkontrolle, wird das fachärztliche Attest in Kopie dem Kontrollformular beigefügt.

Den Vordruck der NADA „Fachärztliches Attest“, für Ihren Arzt zum Ausfüllen, finden Sie auf der NADA-Homepage unter Downloads.
https://www.nada.de/service-infos/downloads/

Unsere Empfehlung an alle Sportler, die regelmäßig Medikamente/Substanzen (auch Erlaubte) einnehmen:
Da auch frei verkäufliche Medikamente verbotene Substanzen beinhalten können und durch die gemeinsame Einnahme verschiedener Präparate auffällige Testwerte auftreten könnten, raten wir betroffenen Sportler dazu, vorsorglich ebenfalls ein fachärztliches Attest mitzuführen. Es gelten die gleichen Anforderungen an dieses Attest wie in den vorigen Ausführungen (Frist, Inhalt usw.) geschildert. Sollte es zu einer positiven Dopingprobe kommen, ist das nachträgliche Beibringen eines fachärztlichen Attestes meist nicht mehr möglich.

 

Weichen bei einer Dopingkontrolle Analyseergebnisse von der Norm ab (d.h. positive Dopingkontrolle) und die Einnahme der Medikation wurde per fachärztlichem Attest bereits belegt, muss zusätzlich zum fachärztlichen Attest rückwirkend eine medizinische Ausnahmegenehmigung beantragt werden.
Die medizinische Ausnahmegenehmigung muss folgende gutachterliche Angaben des behandelnden Facharztes enthalten: Krankheitsbild mit Vorgeschichte, Befunde (z.B. Laborergebnisse), Krankheitsverlauf, aktuelle Medikation, mögliche Behandlungsdauer sowie eine Begründung, warum keine andere Therapie angewendet werden kann.

Der NADA-Vordruck „Antrag auf med. Ausnahmegenehmigung“ steht auf der NADA-Webseite ebenfalls als Download bereit.
https://www.nada.de/service-infos/downloads/

Auf der NADA-Homepage finden betroffene Sportler noch viele weitere und hilfreiche Informationen.

Unter anderem veröffentlicht die NADA jährlich die Verbotsliste von Substanzen und Methoden.
Ebenso veröffentlicht die NADA eine Liste mit zulässigen Medikamenten.
https://www.nada.de/medizin/im-krankheitsfall/

Über die NADA-Medizindatenbank kann jeder betroffene Sportler selbst prüfen, ob die verwendeten Substanzen bedenklich sind. Diese Medizindatenbank gibt es auch für unterwegs, als kostenlose App fürs Smartphone (NADA-App).
https://www.nada.de/medizin/nadamed/

Wenn Sportler immer noch unsicher sind wie sie sich zu verhalten haben, können sie bei der NADA telefonisch oder per Mail anfragen, was zu tun ist.
https://www.nada.de/kontakt/

Unsere Ansprechpartnerin steht Ihnen ebenfalls gern telefonisch oder per Mail für Fragen zur Verfügung.

 

Juli 2020

 

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