NORDDEUTSCHER SCHÜTZENBUND VON 1860 e.V.
 

Luftgewehr Landesliga Süd

13.01.2016
Kategorie: Sport
Von: Wilhelm Boller

Doppelsieg für SSV Kassau mit Luftgewehr-Team II – Lübecker Sportschützen II und Kassau III kämpfen um den Klassenerhalt – Paul Adolph Ligabester mit 388 Ringen

Diese Kassauer Luftgewehrmannschaft II wird wohl niemand mehr von der Meisterschaft in der Landesliga Süd aufhalten können! Den modernen Schießstand beim Schützenverein Malente hatte sich der SV Reinfeld als Veranstalter für einen spannenden Tag mit vier Wettkämpfen gesichert. Ein leistungsstarkes Team gewann gleich zweimal sicher mit 8:2 gegen die Reinfelder und den SV Linau aus dem Lauenburgischen. Bei 10:0 Punkten wäre eigentlich nach dem Schlusstag am 7. Februar in Itzehoe auch der Aufstieg in die Verbandsliga Schleswig-Holstein perfekt, stünde nicht das eigene Team I im Weg.

Die Ligaregeln des Norddeutschen Schützenbundes besagen, dass nur eine Mannschaft eines Vereins in der höchsten Klasse starten darf. „Wir machen den Weg frei“, sagt optimistisch die in Malente anwesende Kassauer Spitzenschützin Lina Meier aus dem Team des Tabellenführers. „Naja, leicht wird ein Aufstieg in die zweite Bundesliga Nord nicht“, fügte sie vorsichtshalber hinzu.

„Sportlich ist es aber auch interessant in der Landesliga“, war die Anmerkung von Aileen Jedtberg, die mit ihren Resultaten von 384:365 gegen den Reinfelder Torsten Pluym und 383:371 gegen Björn Brettschneider vom SV Linau nicht nur Teambeste war, sondern unter den 40 Startern der Liga hinter Paul Adolph von der SSG BooKuRiTra aus dem Kreis Segeberg (388) und der Reinfelderin Stefanie Dietsch (385) das drittbeste Resultat ablieferte.

Stark bei Kassau auch Tanja Zupke, der die Zeit davon lief. Eine Minute vor dem Ende des Wettkampfes gegen den SV Reinfeld hatten alle anderen neun Schützen die Sportgeräte bereits beiseite gelegt und verfolgten, wie die 17-Jährige immer wieder absetzte. Stefanie Dietsch als Gegnerin auf Bahn zwei verfolgte diese „Not den 40. Schuss rauszukriegen“, wie es Zupke wenig später erleichtert formulierte. 377 Ringe hatte sie vorlegt, bei Zeitablauf also gewonnen. Gut zwanzig Sekunden vor Ende, die Malenter Aufsicht Ingolf Falkenberg und Wettkampfleiter Markus Lais von den Reinfeldern zogen bereits die Augenbrauen hoch und schauen auf den Sekundenzeiger der amtlichen Uhr, ging es bei Tanja Zupke doch. Und es war auch noch eine Zehn, insgesamt also das überzeugende Resultat von 382:377.

Die anderen Einzelerfolge für Kassau II besorgten nervenstark Paul Venohr mit 370:369, „hoffentlich haben bei diesem Krimi auch Leute zugeschaut“, gegen Diana Lais und ebenso angestrengt Jo-Isabelle Flor mit 374:373 gegen Johanna Lais. „Zweimal nur ein Ring Unterschied! Das hätten wir mit etwas Glück auf 6:4 gewinnen können“, sagte der Reinfelder Sportleiter Markus Lais bei der Gratulation. Etwas enttäuscht gab Karin Schröder mit 350:365 zwei Punkte an Maren Müller ab.

Rang zwei der Tabelle hält mit 7:3 Punkten die SSG BooKuRiTra II, deren Erste auch einen Platz in der Verbandsliga innehat oder für einen Aufstieg blockiert. Der überraschenden 4:6-Niederlage gegen die Ahrensburger SG II folgte ein 7:3 über die Lübecker Sportschützen II. Bester bei den Segebergern und überhaupt an diesem Ligatag war mit eindrucksvollen 388 Ringen Paul Adolph.

Der SV Linau kam zwar beim 2:8 gegen Kassau II nicht an, schnappte sich aber Tabellenrang drei durch ein knappes 6:4 gegen den SV Wilster. Zielsicherster war Björn Brettschneider mit 376:374 Ringen im Spitzenduell gegen Svenja Nothnagel.

Gut für das Punktekonto waren gleich zweimal 6:4 für die Ahrensburger SG II gegen BookuRiTra II und den SSV Kassau III. Als Sechster der Tabelle kann der SV Reinfeld jetzt nach dem Erfolg von 6:4 gegen Wilster auf den gleichen Punktestand blicken.

Düster sieht es für die Lübecker Sportschützen II und den SSV Kassau unten in der Tabelle mit jeweils 2:8 Punkten aus. Am 7. Februar wird sich in Linau und Itzehoe unten wie oben entscheiden, wer jubeln kann.