NORDDEUTSCHER SCHÜTZENBUND VON 1860 e.V.
 

Feierstunde auf dem 65. Landesschützentag

Nach dem Einmarsch senkten sich die Fahnen zu Ehren der Verstorbenen. Leider mussten wir nach dem letzten Landesschützentag wiederum Abschied nehmen von zahlreichen Sportfreunden, Schützenschwestern und -brüdern. Wir halten ihnen immer ein ehrendes Gedenken, sagte Präsident Peter Kröhnert.

Ein erfolgreiches aber auch arbeitsintensives Jahr 2015 liegt hinter uns, so Präsident Peter Kröhnert in seiner Begrüßung. Viele sportliche und traditionelle Ereignisse haben ihren erfolgreichen Abschluss gefunden. Die gesellschaftlichen Ereignisse wie Jubiläumsveranstaltungen Königsbälle und Schützenfeste kamen dabei nicht zu kurz.

Auf die Leistungen der Schützenjugend und der Erwachsenen Sportler kann mit Stolz zurückgeblickt werden, war es doch ohne ein zur Verfügung stehendes Landesleistungszentrum, ein schwieriges und zeitaufreibendes Unterfangen, die einzelnen Meisterschaften zu bestreiten. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Vereinen und Gilden des NDSB bedanken, bedanken für die Verfügung gestellten Anlagen aber auch bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern ohne deren Mitarbeit dieses alles nicht möglich wäre.

Er blickt in diesem Zusammenhang aber auch ein bisschen zurück. An gleicher Stelle, nämlich hier in Brunsbüttel habe ich 2013 meinen schwärzesten Tag im Schützenwesen erleben müssen. Im Rahmen der Erneuerung des Verbandes NDSB, schlug das Präsidium den Erwerb und den Wiederaufbau, das von der Behörde geschlossenen und vom NDSB angemietete LLZ den Delegierten vor. Nach heftiger Diskussion wurde der Vorschlag abgelehnt und das LLZ war Geschichte. Doch Gott sei Dank gab es einige Schützen und Schützinnen die dafür sorgten das, dass LLZ beim darauffolgendem Landesschützentag wieder zum Tagesordnungspunkt wurde.

In der darauffolgenden Zeit, nämlich bis zum heutigen Tag hat eine starke Solidargemeinschaft gezeigt das mit Zusammengehörigkeit und Gemeinsinn etwas erreicht werden kann worauf wir alle, die sich beteiligt haben, stolz sein können.

An dieser Stelle bedanke ich mich bei allen Mitgliedsvereinen und Gilden, und deren Mitgliedern, dass sie die große Herausforderung angenommen haben und durch Ihren Beitrag es möglich gemacht haben das der Norddeutsche Schützenbund sein eigenes Landesleistungszentrum hat welches wir am 15.04.2016 feierlich mit gültiger Betriebserlaubnis eröffnen konnten.

Ich bin überzeugt davon, dass wir hierdurch die Attraktivität des Schießsports im NDSB gesteigert haben und somit auch dazu beitragen neue Mitglieder zu gewinnen, so der Präsident.

Auf der Liste der Ehrengäste standen die Vorsitzende des Kreisschützenverbandes Dithmarschen Ingrid Tiemann, der Vorsitzenden des Kreissportverbandes Dithmarschen  Hans-Jürgen v. Hemm, den Vizepräsidenten des LSV Heinz Jacobsen, den stellvertretender Bürgervorsteher Michael Kunkowski, den Kreispräsidenten der Stadt Pinneberg Burkhard E. Tiemann, den 1. Landesschützenmeister Bayerischer Sportschützenbund und 1. Vizepräsidenten des Deutschen Schützenbundes Wolfgang Kink, den Präsidenten des Westfälischen Schützenbundes Klaus Stallmann, den Vizepräsidenten des  Niedersächsischen Sportschützenverbandes Hans-Heinrich Wussow, den Schatzmeister des Brandenburgischen Schützenbundes, den Vizepräsidenten des Schützenverbandes Hamburg u. Umgegend Dr. Eckard Mißfeld, den Landeskönig Werner Petersen, den Ehrenpräsidenten des NDSB Peter Eyferth, die Ehrenmitglieder des NDSB Rolf Slomian, Lothar Mauritz, Niko Schwiemann und Peter Harms. Auch Ute Mascher vom Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Jürgensen, Henning Jahn der Büroleiter der ARAG Sportversicherung, sowie die Firmen Elsass und Pokal Knief waren der Einladung gefolgt.

Die Vorsitzende des Kreisschützenverbandes Dithmarschen Ingrid Thiemann hieß alle im Land der Horizonte, hier im kleinen Tor zur Welt der Schleusenstadt Brunsbüttel herzlich willkommen.

Wie sagte einmal John F. Kennedy:  „Frage nicht was dein Land für dich tun kann, frage was du für dein Land tun kannst.“

In diesem Sinne hat für uns das amtierende Präsidium des NDSB gehandelt, um für uns Schützen wieder ein zentrales LLZ herzurichten. Gemeinsam auch mit unserer finanziellen Unterstützung wurde die Baumaßnahme termingerecht fertig gestellt. Dafür möchte ich mich, ich denke auch im Namen aller Schützenschwestern und Schützenbrüder, ganz herzlich bedanken.

Der stellvertretende Bürgervorsteher Michael Kunkowski überbrachte die Grüße der Stadt Brunsbüttel. Wenn sie ihren Landesschützentag erfolgreich beendet haben, empfehle ich ihnen einen Besuch des Hafens. Da können sie viele große Schiffe ein und ausfahren sehen. Heute ist auch noch die Auslaufparade vom Hamburger Hafenfest zu sehen.

Gerne bin ich hier nach Brunsbüttel gekommen, um mir direkt vor Ort ein Bild zu machen von den aktuellen Themen, die das Schützenwesen in unserem Land bewegen, so der Vizepräsident des LSV Heinz Jacobsen. Das Sportjahr 2015 war für ihren Verband ein sehr ereignisreiches Jahr und obendrein von sportlichen Erfolg auf nationaler und internationaler Ebene gekrönt. Für sportliche Highlights sorgte zum Beispiel Trapschützin Sonja Scheibl und Bogenschütze Florian Kahllund. Beide sind durch ihre sportlichen Erfolge dem Ziel Olympische Spiele in Rio in diesem Sommer ganz nahe gekommen. Aber nicht nur international waren unsere Schützen erfolgreich. Ein großer Erfolg war der Aufstieg der SchGem Norderstedt in die 1. Bundesliga. Deutsche Meistertitel errangen, die Senioren B des SchV Büchen, Sonja Scheibl, Paul Zours, Leopold Rupp, Wolf-Achim Baranowski und Werner Petersen. Aber auch den Leistungen aller Betreuer und Trainer im Bereich des Breitensports gilt mein ausdrücklicher Dank.

Wie hier heute schon erwähnt, war 2015 in Bezug auf die sportlichen Wettkämpfe eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Durch die sanierungsbedingte Nichtnutzung ihres LLZ gestaltete sich die Durchführung der Landesmeisterschaften nicht ganz einfach. Doch auch hier zeigte sich die Stärke der Kameradschaft, sodass alle Wettkämpfe geschossen werden konnten. Nach nur vier Monaten Bauzeit konnte das LLZ am 15. April diesen Jahres mit Schlüsselübergabe feierlich eröffnet. Was in Kellinghusen in so kurzer Zeit geleistet worden ist, kann man als phänomenal bezeichnen.

Man will ja junge Menschen zum Schießsport bringen, so der KSV Vorsitzende Hans-Jürgen v. Hemm. Ich selber bin seit 30 Jahren im Schützensport, und freue mich hier Peter Harms zu sehen, denn er war mein Ausbilder. Denn ein gute Ausbildung ist sehr wichtig um junge Menschen das Schießen bei zu bringen. Mein größter Respekt gilt eurem Präsidenten, der trotz einiger Rückschläge immer am LLZ festgehalten hat, und dieses erfolgreich zum Abschluss gebracht hat.

Schützentage sollen auf das Schützenwesen in der ganzen Brandbreite aufmerksam machen um für ein positives Bild in der Öffentlichkeit zu sorgen, sagte der 1. Vizepräsident des DSB Wolfgang Kink. Auch wenn das Ansehen des Schießsports in den vergangenen Jahren etwas besser geworden ist, sind vielen Bürgerinnen und Bürgern das Sportschießen und das Brauchtun nicht vertraut. Diese Wissenslücke nutzen leider einige Politiker um Stimmung gegen unseren Sport zu betreiben.

Nach den menschenverachtenden Terroranschlägen von Paris und Brüssel will die EU-Kommission wieder einmal das Waffenrecht ändern. Die Änderungen der Feuerwaffenrichtlinie betreffen jedoch zu einem großen Teil nicht den kriminellen Bereich der Waffenbeschaffung sondern mit detaillierten Regelungen den bereits jetzt in allen EU-Staaten kontrollierten legalen Waffenbesitz, so Wolfgang Kink. Daher sagen wir nein zu einem unnötigen Aktionismus, der wieder einmal nur die legalen, gesetzestreuen Waffenbesitzer trifft und wir sagen nein zu den Forderungen, die die Ausübung unseres Schießsports, noch weiter einschränkt.

Groß war natürlich die Freude, dass das „Schützenwesen in Deutschland“ in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden ist, so Wolfgang Kink.

Die Deutsche UNESCO Kommission lobt ausdrücklich die vielfältigen Maßnahmen der Schützinnen und Schützen zur lebendigen Traditionspflege und zur Weitergabe unseres Brauchtums, sowie die unterschiedlichen Formen der Jugendarbeit, die mit diesem Ziel von ihnen erreicht worden wird. Verbreiten sie dieses in der Öffentlichkeit, denn damit können wir unser Image verbessern. Machen sie Werbung mit dem Prädikat  immaterielles Kulturerbe in ihrem Briefkopf, auf ihrer Homepage oder auf Plakaten, warb Wolfgang Kink.

Im Anschluss an die Grußworte wurden die Sieger des Ministerpräsidenten Pokal geehrt. Sieger,  wurde der KSchV Schleswig-Flensburg I, mit den Schützen Marco Falkenhagen, Beke Jöns, Jürgen Strube und Jana Holmer, vor der zweiten Flensburger Mannschaft und dem KSchV Segeberg.

Für ihre Erfolge in der Verbandsliga bekamen SSV Kassau (LG), Eutiner SpSch (LP), SchV Malente (LG-Auflage) und der SchV Jerrishoe (Bogen) Pokale überreicht.

Für ihre sportlichen Erfolge bei den Deutschen Meisterschaften wurden geehrt. Jaqueline Hansen, Niels Gäde, Markus Wolf, Jürgen Scheer, Heidi Scheibl (Silberne Sportlernadel) Gerd Brokmann, Karlheinz Volles, Wolf-Achim Baranowski, Werner Petersen, Sonja Scheibl (Goldene Sportlernadel)  und Christel Gülck (Sonderstufe Sportlerehrung).

Für jahrelange ehrenamtliche Tätigkeiten wurden folgende Schützinnen und Schützen geehrt:

NDSB: Hartwig  Lietz, Günter Voss, Karin Müller und Horst Kunz, (Verdienstkreuz Bronze). Bernd Röding (Verdienstkreuz Silber). Ingrid Thiemann, Margrit Kunde (Verdienstkreuz Gold).

DSB: Peter Kröhnert, Christiane Ehlers, Horst Kleinwort, Brigitte Friedrichs und Walter Glismann (Ehrenkreuz Bronze).

Eine besondere Ehrung erhielt Bernd Röding, der 26 Jahre ehrenamtlich im KSchV Pinneberg tätig war vom Kreispräsidenten Pinnebergs Burkhard E. Tiemann. Bernd Röding hat sich in über 25 Jahre in herausragender Art und Weise eingesetzt und war in dem langen Zeitraum seines bürgerschaftlichen Engagements für den KSchV Pinneberg unentbehrlich, so E. Tiemann. Als Dank überreichte er Bernd Röding eine Urkunde.

 

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