Bevor der Vorsitzende des KSV Adelbert Fritz die Laudatio auf den Verein hielt, berichtete Vorsitzender Joachim Kunde wie es zur Entstehung des Schützenvereins gekommen ist.
Der Auslöser der Gründung war die Kyffhäuserkameradschaft Fresenburg, die erst 2010 im Schützenverein Redderschmiede aufging. Die Kameraden hatten schon mit den Erdarbeiten zum Bau des KK-Standes begonnen, mussten dann aber feststellen, dass sie keinerlei Zuschüsse bekommen konnten, denn die Kameradschaft war kein e.V. Also beschloss man kurzerhand einen Schützenverein zu gründen. Und so wurde der Schützenverein am 19. April gegründet und man konnte auch Zuschüsse für den Bau beantragen. Hans Bliesche, der Wirt der vorne an der Straße gelegenen Gaststätte, baute dem jungen Verein die Schützenhalle. Schon auf der Gründungsversammlung wurde Dieter Proß zum ersten Vorsitzenden gewählt und dieses Amt hatte er 40 Jahre inne. Ich möchte an dieser Stelle nicht die vielen Mitglieder aufzählen, die sich um unseren Vereins verdienst gemacht haben, aber ein ganz besonderer Dank gilt sicher Dieter Proß, der leider 2008 schon verstorben ist, so Joachim Kunde.
Die sehr ereignisreiche Geschichte des Vereins ließ der Vorsitzende des KSV Adelbert Fritz passieren. Von den Erfolgen, bis zu den Deutschen Meisterschaften, von den vielen gesellschaftlichen Veranstaltungen, wie Schützenfeste, Ausflüge, oder den anfallenden Renovierungsarbeiten.
Zu den Highlights in der Vereinsgeschichte gehörten sicherlich auch die israelischen Gäste, die auf Einladung des Norddeutschen Schützenbundes auch zu Besuch in der Redderschmiede waren. Alle sprachlichen Hindernisse wurden überwunden und man hatte 2 schöne gemeinsame Tage. Sportschützen sind Sportler, die einem attraktiven Freizeit- und hochrangigen Leistungssport nachgehen. Neue Mitglieder werden von älteren erfahrenen Schützen betreut, viele sind bereit, den Nachwuchs zu schulen und zu trainieren.
Ihr Verein bietet Geselligkeit, Geborgenheit und beeinflusst positiv das Leben im Ort, verbindet Generationen miteinander: Jungen und Mädchen, Frauen und Männer - vom Opa bis zum Teenager.
Wir als Kreissportverband und der Landessportverband wissen um die Bedeutung der Sportvereine und unterstützen den Sport auf vielfältige Weise - nicht nur ideel, sondern auch durch eine verlässliche finanzielle Förderung: u.a. mit Zuschüssen
Den Vereinen wird zudem ein großes Angebot an Seminaren auf Kreis- und Landesebene für die Aus- und Weiterbildung geboten.
Ungeachtet der finanziellen Unterstützung können der Sport und seine Vereine ihre verdienstvolle Arbeit nur leisten, weil sich immer wieder Frauen und Männer bereitfinden, ihre Freizeit dem Sport und ganz konkret ihrem Verein zu widmen. Ob es darum geht: junge Schützen zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit den Sportgeräten auszubilden, das Training zu ermöglichen, Wettkämpfe vorzubereiten und durchzuführen, Schießstände in Schuss zu halten, Schützenfeste auszurichten und die vielen Dinge zu regeln, die für ein lebendiges Vereinswesen unerlässlich sind. Adelbert Fritz überreichte an Joachim Kunde vom KSV und vom LSV ein Ehrenschild und wünschte dem Verein für die Zukunft alles Gute und immer eine „Zehn“.
Seit nunmehr fünf Jahrzehnten prägen sie die örtliche Gemeinschaft hier in Neufresenburg und der gesamten Stadt Bad Oldesloe, so der stellvertretende Bürgermeister Horst Möller.
Was hier vor allem an unentgeltlicher Arbeit im alltäglichen Vereinsleben, im Trainingsbetrieb oder in der Vorbereitung von Sportveranstaltungen geleistet wird, ist unbeschreiblich, denn die Stunden, die das kostet, lassen sich nur schwer zählen. Kaum anderswo gibt es ein so aktives Vereinsleben, kaum anderswo ist der innere Zusammenhalt so groß, und kaum anderswo haben auch Werte wie Treue, Heimatverbundenheit und Traditionsbewusstein einen so hohen Stellenwert wie bei Ihnen. Wir freuen uns sehr, dass die Schützen neben dem Sport auch unsere Traditionen und unser Brauchtum pflegen. Denn das ist der Kitt, der unsere Gesellschaft auch und gerade in Zeiten der Globalisierung zusammenhält.
Bei allen Erfolgen und Ereignissen auf die verwiesen werden kann soll nicht verschwiegen werden, dass in den letzten Jahren auch Hürden und Schwierigkeiten zu bewältigen waren, so Präsident Peter Kröhnert. Sicher ist, wir werden nicht müde dafür zu kämpfen, dass Schießen bei der breiten Masse als Sport anerkannt wird. Aber ich verrate kein Geheimnis, wenn ich sage, dass dieses ein schwieriges Unterfangen ist. Besonders dazu beigetragen hat das wache Auge des Gesetzes, das uns neuerdings quasi ins Visier genommen hat. Es stimmt mich traurig, dass wir mit Ereignissen, die wir sicher als sehr schlimm empfinden, immer in Verbindung gebracht werden. Ohne näher auf Details einzugehen möchte ich sagen das es vor allem unfair gegenüber denen ist, die in das Vereinsleben viel Kraft und Geld investiert haben.
An so einem Tage wie heute sei besonders jenen gedacht und gedankt, die sich immer wieder für die Belange des Vereins einsetzen. Ich sage jetzt einmal voller Respekt, dass die "Alten" unter uns noch wissen was es bedeutet anzupacken. Es ist auch die Generation die nicht jeden Handgriff aufrechnet und deren Ehepartner es für selbstverständlich halten ihre kostbare Freizeit dem Verein zu widmen. Wir wissen alle, dass heutzutage auf die Frage nach Hilfe zu oft die Gegenfrage kommt "Was bekomme ich dafür".
Fragt einmal jemand, was den Schießsport eigentlich ausmacht. Die schlimmen Antworten kennen die meisten von uns. Meiner Meinung nach ist der Schießsport eine Mischung aus technischer Begeisterung, Kameradschaft und Disziplin. Diese Tugenden würden so manchem Politiker in Berlin gut zu Gesicht stehen. Wir jedenfalls werden an diesen Tugenden festhalten und uns auf unsere Tradition besinnen.
Gemeindewehrführer Olaf Klaus lobte den Schützenverein, dass er das Feuerwehrpokalschießen ins Leben gerufen hat. Damit würde man nicht nur Feuerwehr und Schützen näher bringen, auch die Kameraden aus den umliegenden Wehren untereinander kommen sich bei solchen Begegnungen näher.
Anschließend ehrte Joachim Kunde mit Präsident Peter Kröhnert für 50 Jahre Mitgliedschaft Gerhard Feddern, Günter Joost und Adolf Ramm. Sie schießen zwar nicht mehr aktiv, aber nehmen rege am Vereinsleben teil und sind dem Verein treu geblieben, so Joachim Kunde. Für zehn Jahre wurde Henrik Proba geehrt.
Nach den Grußworten der Ehrengäste überbrachten die Vereine und Gilden ihre Glückwünsche und Präsente. Joachim Kunde dankte Allen für die Glückwünsche, den Präsenten und den Flachgeschenken. Ein besonderes Geschenk hatte der Ehrengemeindewehrführer Kurt Schlüter für den Verein. Ich komme seit 1972 regelmäßig zu euren Veranstaltungen, es hat mir immer sehr gefallen, und heute möchte ich euch eine handbemalte Milchkanne überreichen.
Nach dem offiziellem Teil, konnten sich die Gäste am köstlichen Buffet, das die Schützendamen hergerichtet hatten, stärken. Mit vielen Gesprächen über die letzten fünf Jahrzehnte ließ man den Tag ausklingen.









