Nachdem das LLZ 2012 wegen fehlender Betriebserlaubnis von der Behörde geschlossen wurde, und der ehemalige Eigentümer, die Schützengilde Kellinghusen, finanziell nicht in der Lage war das Gebäude wieder zum Schießzentrum herzurichten, erwarb der NDSB 2014 das Anwesen.
Am 15. April war dann endlich der Tag gekommen, und das LLZ des NDSB wurde mit vielen Ehrengästen, Schützinnen und Schützen feierlich mit einer Schlüsselübergabe eröffnet.
Zur Eröffnung konnte Präsident Peter Kröhnert den Bürgermeister Axel Pietsch, den ersten stellvertretenden Landrat des Kreises Steinburg Dr. Heinz Seppmann, den Präsidenten des LSV Hans-Jakob Tiessen, den Vizepräsidenten des LSV Heinz Jacobsen, den Präsidenten des Nordwestdeutscher Schützenbund und Vizepräsident des DSB Jonny Otten, den Vizepräsidenten des Schützenverbandes Hamburg Dr. Eckhard Mißfeld und den Vorsitzenden des KSV Steinburg Himmet Kaysal begrüßen.
Ein Gebäude einzuweihen ist immer ein Zeichen von Aufbruchsstimmung und Optimismus. Es ist ein deutliches Zeichen dafür, dass wir an die Sache glauben. Und Zuversicht und breite Zustimmung braucht das Schützenwesen um für die Zukunft Bestand zu haben, so Präsident Peter Kröhnert. Und genau das war der Grund warum der NDSB das Gebäude erworben hat. Nachdem die Delegierten beschlossen hatten das LLZ zu kaufen, wurde auf dem Landesschützentag 2015 die Finanzierung der Sanierungs- und Umbaumaßnahmen beschlossen. Sehnsüchtlich wurde auf die Baugenehmigung gewartet, die dann endlich am 7. August 2015 erteilt wurde.
Am 14. Dezember begannen die Bauarbeiten, und wurden in nur vier Monaten zum Abschluss gebracht. Dafür bedankte sie Präsident Peter Kröhnert ganz herzlich bei allen Gewerken, Firmen, dem Architekten Lutz Goller, und dem Landessportverband (LSV). Sie haben in einer sehr kurzen Zeit den Bauzeitplan eingehalten. Dafür kann ich im Namen aller Schützinnen und Schützen nur danke sagen.
Eine angesetzte Bausumme von 650.000 € aufzubringen ist auch für einen Verband wie den NDSB mit seinen ca. 22.500 Mitgliedern nicht einfach. Die Diskussionen der Finanzierung waren ein Kraftakt für alle Beteiligten. Das die Finanzierung beschlossen wurde, ist dem tatkräftigen Mitwirkenden des Vizepräsidenten des LSV Heinz Jacobsen zu verdanken. Die Zusage des LSV eine Förderung von 300.000 € zu zahlen, hat den positiven Beschluss herbeigeführt. Ohne diese Unterstützung des LSV wäre dieses Objekt wohl nicht umzusetzen gewesen, so der Präsident.
Um den Bauzeitenplan einzuhalten, war es auch erforderlich das einige Arbeiten von uns übernommen werden mussten. Hier ist der Sportleitung zu danken, dass sie immer wieder Schützinnen und Schützen motiviert haben um die Anlage für den Schießsport herzurichten. Eine gut funktionierte EDV-Anlage ist in der heutigen Zeit schon Voraussetzung. Die gesamte EDV wurde auf den neusten Stand gebracht.
Aber zu so einem großen Projekt bedarf es auch immer Menschen die außergewöhnliches leisten. Und hier haben drei Menschen ein Ehrenamt erbracht die über das eigentliche Ehrenamt hinaus geht. Präsident Peter Kröhnert dankte ganz besonders Karsten Sohrt, Heinrich Brodersen und Günther Kaste.
Karsten Sohrt hat die Erdarbeiten an dieser Anlage gesponsert. Karsten Sohrt ist ein Schütze durch und durch. Mit seiner Hilfe hat er den Mitgliedern einen großen Dienst erwiesen.
Wer einmal auf der Baustelle war, ist garantiert auf einen immer arbeitenden Heinrich Brodersen getroffen. Man kann sagen, er war Tag und Nacht da.
Da ja noch keine Küche im LLZ drin war, wir ja aber das Geschirr unterbringen mussten, sponserte der Vizepräsident Günther Kaste eine neue Küche. Für diesen ehrenamtlichen Einsatz für uns Alle danke ich ganz herzlich. Die Drei erhielten vom Präsidenten eine besondere Ehrung.
Er dankte auch allen Schützenvereinen und Gilden sowie deren Mitglieder, dass sie alle die finanzielle Belastung mitgetragen haben und durch ihren Beitrag dem Schützenwesen im NDSB den Weg in eine aussichtsreiche Zukunft ermöglichen.
Bevor es zur Schlüsselübergabe ging, begrüßte Präsident Peter Kröhnert den Schießstandsachverständigen Gerhard Schorner, der die Modernisierung die ganze Zeit begleitet hat, und bat ihn ums Wort.
Mein dunkler Anzug ist nicht der Anzug der Trauer, sondern der Festlichkeit, meinte Gerhard Schorner. Er habe die Baumaßnahme am Anfang sehr skeptisch begleitet, habe dann aber den Weg der Demokratie gefunden, und mich der Mehrheit der Mitgliederentscheidung angeschlossen. Viele haben gesagt, das was ihr Präsident auch schon gesagt hat. Das bekommen sie nie in vier Monaten hin. Und weil es heute ein Anzug der Feierlichkeit ist, hab ich die Schießstandgenehmigung für das LLZ mit gebracht. Natürlich war die Freude bei Allen riesengroß und es gab Tosenden Beifall von den rund 300 Anwesenden.
Präsident Peter Kröhnert sagte, ihr könnt euch vorstellen, wie ich mich freue, über diesen Rahmen, der ist unbezahlbar. Über Jahre wurde hier Schießsport betrieben, der zum Teil verantwortungslos war, ich sehe das erste Mal eine Betriebserlaubnis dieses LLZ. Und das gehört uns, allen Jungschützen Schützinnen und Schützen im NDSB.
Als ich vor etwa eineinhalb Jahren Kenntnis davon erhielt, das der NDSB beabsichtigt, sein bis dahin auf Mietbasis genutztes LLZ in Kellinghusen zu erwerben, empfand ich die Planungen als einen sehr mutigen Schritt, so LSV Präsident Hans-Jakob Tiessen. Ein eigenes LLZ zu haben, ist durchaus nachvollziehbar, aber zu diesem Zeitpunkt war auch bekannt, dass sich das LLZ in einem überholungsbedürftigen Zustand befand.
Der NDSB ging von einem Kostenrahmen von einer halben Million Euro aus. Auch wenn beim LSV angesicht der Höhe des beantragten Zuschusses eine ausführliche Diskussion geführt wurde, so hat das Präsidium des LSV sehr früh festgelegt, seinen achtgrößten Fachverband bei seinem ehrgeizigen Vorhaben mit 300.000 € zu unterstützen. Durch Baufachleute, die nach ausführlicher Besichtigung dem LSV bescheinigten, dass die vorhandene Bausubstanz die vorgesehene Investition rechtfertigt.
Es war eine Gesamthöhe von 650.00 € für die Sanierung veranschlagt, und für mich ist sehr erfreulich, dass die veranschlagten Kosten im Rahmen geblieben sind. Was bei einer doch etwas in die Jahre gekommenen Bausubstanz nicht unbedingt immer vorausgesetzt werden darf. Hier wurde von ihrem Präsidium ausgezeichnete Arbeit geleistet, so der LSV Präsident.
Und was hier in nur viermonatiger Bauzeit entstanden ist, kann sich wirklich sehen lassen. Sie und ihr Team im Vorstand können stolz auf das erreichte sein, und die Athletinnen und Athleten können sich auf hervorragende Trainingsbedingungen freuen. So wünsche ich Ihnen das Spitzenathleten über ihr Training im LLZ mit überregionalen Erfolgen aufwarten und hoffentlich in den Bundeskader gelangen.
Ich freue mich besonders, weil ich auch einen persönlichen Bezug zu der Anlage habe, dass wir ab heute offiziell schießen dürfen, und wieder interessante und spannende Wettkämpfe erleben dürfen, so Bürgermeister Axel Pietsch. Präsident Peter Kröhnert hatte noch ein Anliegen an den Bürgermeister. Wenn man hier in die Schützenstraße reinfährt, stehen dort Schilder, wo drauf steht Schießsportzentrum. Der NDSB hat einen großen Wunsch, können die Schilder vielleicht abgeändert werden in LLZ des NDSB. Ist das möglich? Es ist nicht verneint worden vom Bürgermeister.
Was hier in so kurzer Zeit geleistet worden ist, ist schon einmalig, sagte Jonny Otten. Es ist für die Schützen in der Gesamtheit wichtig, denn wir müssen Wirkung nach außen zeigen. Und hier ist was getan worden, was für das gesamte deutsche Schützenwesen wichtig ist.
Er dankte besonders dem Präsidium. Ich selbst war bei den Anfängen auch noch dabei, und was das Präsidium hier gleistest hat geht über das Ehrenamt hinaus, so der Ehrenpräsident des NDSB Peter Eyferth. Der Dank gilt aber auch der Sportleitung, die die letzten Jahre die Landesmeisterschaften oder Jugendmaßnahmen dezentral durchführen mussten. Das zeitlich und organisatorisch alles unter einem Hut zu bringen war sicherlich nicht immer einfach und sehr zeitaufwendig.
Nach den Grußworten schnitten Präsident Peter Kröhnert und Vizepräsident Günter Kaste das Band durch und Architekt Lutz Goller überreichte den Schlüssel für das LLZ. Danach wurde die neue Anlage von den Anwesenden besichtigt. Und man hörte vielerorts, ich hätte richtig Lust hier gleich zu schießen. Hoffentlich starten bald die Landesmeisterschaften.








