NORDDEUTSCHER SCHÜTZENBUND VON 1860 e.V.
 

Vollstes Vertrauen in die Landesjugendleitung

Auf dem Landesjugendtag in der Jugendbildungs- und Begegnungsstätte des Landesjugendringes Schleswig-Holstein in Mözen (KSchV Segeberg) wurden die Amtsinhaber alle einstimmig wieder gewählt.

Lore Bausch (Landesjugendleiterin), Markus Lais (stellv. Landesjugendleiter), Claas Weber (stellv. Landesjugendsprecher), Aileen Jedtberg (Landesjugendsprecherin) und Viktoria Petri ( Landesjugendschriftführerin). Der vakante Posten des 2. stellvertretenden Landesjugendleiter konnte erfreulicherweise wieder besetzt werden. Einstimmig wurde Andreas Seibt vom SchV Quickborn-Renzel in den Landesjugendvorstand gewählt.

Zur Vorabendveranstaltung des Landesjugendtages lud die Landesjugendleitung die Jugendlichen und Kreisjugendwarte zum Workshop "Kindeswohl im Sport" mit dem Bildungsreferenten Jakob Voss von der Sportjugend im LSV SH ein.

In den Jahresberichten konnte Landesjugendleiterin Lore Bausch und die Landesjugendsprecherin Aileen Jedtberg von zahlreichen Aktivitäten im Verband  berichten. Darüber wurde ausführlich auf unserer Homepage berichtet.

Markus Lais (stellv. Landesjugendleiter) ging noch einmal auf den sportlichen Bereich ein. Unsere Veranstaltungen waren gut besucht. Was ihm immer noch Sorgen macht im Jugendnachwuchsbereich ist das Lichtpunktschießen. Die seit zwei Jahren laufende NDSB-Rangliste wird sehr gut angenommen, aber leider nahmen nur drei Teilnehmer am Lichtgewehrschießen teil, das ist doch sehr enttäuschend, so Markus Lais. Ich weiß das Problem ist unter anderem der Zeitfaktor. Die Anforderungen an junge Menschen sind sehr gestiegen. Das ist leider eine Entwicklung, die ich nicht sehr begrüße. Junge Menschen mit 16 sollen heute schon auftreten wie jemand mit Mitte 30. Sie sollen ihren Beruf beherrschen, sie sollen eigentlich schon alles perfekt können. Dazu kommen die schulischen Belastungen oder die Ausbildung. Dieses mit einem Ehrenamt oder Wettkämpfen unter einen Hut zu bekommen, ist eine sehr große Herausforderung. Daher sind wir dankbar, dass sich trotzdem noch junge Menschen für ein Ehrenamt und für sportliche Aktivitäten interessieren. Es ist uns sehr bewusst was ihr leistet. Auch die Zusammenarbeit mit den Landesjugendsprechern, wenn wir auch nicht immer einer Meinung sind, ist es eine sehr fruchtbare Arbeit.

Sehr erfreulich ist, dass am offenen Training immer mehr Jugendliche teilnehmen. Wir wollen das noch ausbauen, auch wenn die Landestrainer schon sehr viele Termine haben, werden wir uns dort Gedanken machen, wie wir das hinbekommen. Speziell der Kurzwaffenbereich bereitet uns immer noch Sorgen. Dort würden wir gerne mehr Teilnehmer begrüßen.

Der Landesjugendkader wurde im letzten Jahr verkleinert, so kann das Training effektiver durchgeführt werden. Vielleicht bekommen wir dadurch mal einen Jugendlichen von uns in den DSB C-Kader, das ist zumindest unser Ziel, so Markus Lais.

Unser Nachwuchswettbewerb, der Schleswig-Holstein-Cup war sehr gut besucht. Um auch das Schießen interessanter und kindgerecht zu gestalten, sind wir neue Wege gegangen. Außer Schießen gab es noch Geschicklichkeitsspiele.

Etwas enttäuscht war Markus Lais über die Beteiligung Jugendlicher am Landesjugendtag, ich hätte mir mehr Teilnehmer gewünscht. Es ist ein Landesjugendtag, und in dieser Form wird es keinen Landesjugendtag mehr geben. Die Landesjugendleitung hat schon Ideen es anders zu machen, wie vielleicht an einem Wettkampftag, zum Beispiel nach dem Landesjugendkönigsschießen. Wir müssen es näher an die Jugendlichen und Vereine bringen. Die Landesjugendleitung hat immer ein offenes Ohr für Vorschläge wie man den Landesjugendtag attraktiver gestalten kann.

Als Ehrengäste begrüßte Landesjugendleiterin Lore Bausch den Amtsvorsteher des Amtes Leezen Ulrich Schulz, den stellvertretenen Vorsitzenden der Sportjugend im Landessportverband Schleswig-Holstein Christoph Menge, den Vorsitzenden des Kreissportverbandes Segeberg Sven Neitzke sowie den Landestrainer Pistole Jürgen Scheer.

"Sport wird bei uns großgeschrieben, auch wenn Sportschießen nicht dazu gehört, gibt es für Jugendliche hier sehr viele Möglichkeiten sich sportlich zu betätigen", so der Amtsvorsteher Ulrich Schulz. Die sportlichen Erfolge, die die Jungschützen erzielen, spricht eigentlich dafür dass hier sehr gute Jugendarbeit geleistet wird. Er dankte den Anwesenden für das Engagement für die Schützenjugend.

Ein Ehrenamt ist neben, Schule, Ausbildung, Studium oder Arbeit doch eine erhebliche Belastung, und ist daher nicht selbstverständlich, dass man dieses ausübe, so Christoph Menge (Landessportjugend). Er dankte herzlich und hoffe dass sie es so weiter machen. Wenn ich in diese Gesichter schaue, mache ich mir bei euch aber keine Sorgen.

Heute ist euer Tag, ich finde es toll, dass sich Jugendliche noch motivieren lassen. Denn wie wir heute schon des Öfteren gehört haben ist der Zeitfaktor das große Problem, um sich für das Ehrenamt zu engagieren. Da muss vielleicht auch etwas an den Strukturen geändert werden, damit das Alles im Einklang ist, sagte der Vorsitzende des Kreissportverbandes Sven Neitzke.