NORDDEUTSCHER SCHÜTZENBUND VON 1860 e.V.
 

Peter Weinreich fühlt sich wie ein Weltmeister

Ziel erreicht: Der Preetzer Peter Weinreich hat in Suhl bei den Senioren-Weltmeisterschaften die „World Master Medaille“ in Gold gewonnen. Foto: WBO

Erst wollte der 68 Jahre alte Peter Weinreich aus Preetz nach seiner Anmeldung zu den Senioren-Schießsport-Weltmeisterschaften in Suhl noch absagen, weil es für die Altersklassen 3 bis 5 keine offiziellen WM-Titel geben soll. Er fuhr dennoch hin und zeigte den 13 Konkurrenten im Alter von 65 bis 69 Jahren als Bester mit eindrucksvollen 318,3 Ringen im Luftgewehr-Auflagewettkampf auf zehn Meter Distanz sein Können. Dafür gab es zwar nicht den „richtigen Weltmeistertitel“, aber immerhin Urkunde und Gold mit einer „World Master Medaille“. Vor der Abreise nach Suhl sagte Weinreich: „Ich fahre hin und werde hoffentlich eine Schlagzeile für den Norden liefern“. Das hat er geschafft.

Im thüringischen Suhl mit seiner modernen Schießsportanlage durfte der Deutsche Schützenbund für den Internationalen Schießsportverband ISSF erstmalig eine Weltmeisterschaft für Senioren ab dem 45. Lebensjahr ausrichten. In der Altersklassen 1 (45 – 54) und 2 (55 bis 64 Jahre) werden dabei sogar richtige Weltmeistertitel vergeben. Aber auch in den drei weiteren Gruppen drei bis fünf bis hinauf zu den über 75-Jährigen werden Urkunden und Medaillen verteilt, um dem Seniorenschießsport mehr Beachtung zu schenken.

Peter Weinreich hätte sich in seiner Altersgruppe 3 etwas mehr internationale Konkurrenz gewünscht, außer zwölf weiteren Deutschen war nur der Schweizer Heinz Hug angetreten, der mit 312,2 Ringen Achter wurde. Der Hubertusschütze sah sich beim offenen Training einer starken Konkurrenz ausgesetzt: „Da schienen viele noch ebenbürtig, ich machte mir schon so meine Gedanken. Aber im Wettkampf selbst konnten sie wohl nicht mit dem Druck umgehen. Ich habe mit 318,3 vor Peter Zimmermann mit 316,5 und Johann Krause mit 314,4 Ringen doch recht klar gewonnen und freue mich riesig.“

Das Resultat war angesichts der nicht so optimalen Lichtverhältnisse im Schießstand für den Preetzer in Ordnung. „In der letzten Verbandsligasaison des Norddeutschen Schützenbundes hatte ich mit 319,6 und sogar 320,5 Zählern noch besser geschossen, aber ein wenig spielten die Nerven denn doch mit“, sagte er lächelnd. Nun freue er sich auf die Landesmeisterschaften in Schleswig-Holstein und anschließend auf die nationalen Meisterschaften in Hannover und Dortmund im Oktober.