NORDDEUTSCHER SCHÜTZENBUND VON 1860 e.V.
 

Jugendbeiratssitzung

Zur ihrer turnusgemäßen Jugendbeiratssitzung hat die Landesjugendleitung die Jugendleiter der Kreise ins NDSB LLZ in Kellinghusen eingeladen. Leider fanden von 14 Kreisverbänden nur sieben Vertreter den Weg ins LLZ.

Landesjugendleiterin Lore Bausch gab einen kurzen Bericht über das Sportjahr 2017 ab. Dabei wurden tolle Ergebnisse und Platzierungen bei den Landes- und Deutschen Meisterschaften, sowie bei der Jugendverbandsrunde erreicht. Berichte und Ergebnisse sind auf der NDSB-Homepage nach zu lesen.

Markus Lais, der stellvertretende Landesjugendleiter sprach noch ein paar andere Dinge an. Im LLZ werden auf dem KK-Stand drei Umkleidekabinen gebaut. Wir haben jetzt auch Zugriff auf die Beamer und die Leinwände, sodass alle Ergebnisse im Aufenthaltsraum zu sehen sind. Im und am LLZ wird seit der Einweihung im April 2016 laufend was gemacht, wie zum Beispiel die Gebäudeinstanthaltung. So hatten wir Feuchteschäden auf dem LG-Stand, die beseitigt wurden.

Die Sauberkeit liegt hauptsächlich in den Händen des Veranstalters. Dadurch ist allgemein mehr Arbeit auf uns als Verantwortliche für die Jugendveranstaltungen im Verband dazu gekommen. Die Tage im LLZ sind besonders für die Schießleitung und Kampfrichter sehr lang, und dann müssen sie noch fast eine Stunde das LLZ wieder sauber machen. Die Schützinnen und Schützen können aber einen großen Teil mit dazu beitragen, wenn sie ihr Geschirr oder Müll selber beseitigen und nach dem Schießen ihren Müll nicht liegenlassen. Das LLZ gehört uns Allen, daher sollten die Schützen auch für Sauberkeit sorgen. Den Mitgliedern des Präsidiums ist dieses Problem natürlich bekannt und sie sind bestrebt, eine Lösung zu finden.

Der Jugendkader für Langwaffen ist verkleinert worden. Grund war Unzufriedenheit der Trainer und der Schützen, es war mehr Masse als Klasse. Wir erhoffen uns davon mehr Effektivität. Zurzeit sind es acht Jugendliche, die im Kader sind, plus zwei Plätze, und das ist neu, für Junioren A. Die A-Juniorenplätze sind an eine Bedingung geknüpft, maximal fünf Ringe unter dem Limit zu den DSB Ranglisten, denn die Förderung soll Sinn machen, so Markus Lais. Diese Maßnahmen haben wir nur aus sportlichen und nicht aus finanziellen Aspekten gemacht. Das Präsidium unterstützt die Jugend immer.

Ab dem kommenden Sportjahr muss auf allen Ständen (außer Luftdruck und Bogen) Gehörschutz getragen werden, sprich für alle, die sich auf dem Schießstand befinden.

Für ein Vor- und Nachschießen besteht die Möglichkeit, die Kreisverbände müssen die Qualifikationen zum Vorschießen dokumentieren und als Liste beim Verband einreichen, und der Sportler muss sich selbst um einen Termin kümmern.

Der KK-Stand wird auch mit Meyton-Anlagen erneuert. Der Stand ist in die Jahre gekommen, der Wartungs- und Reparaturaufwand wer sehr groß.

Die aktuelle Rangliste läuft. Wir hätten auch gerne die Kurzwaffe, wie Freie Pistole aufgenommen, aber die Gruppe ist so klein, dass wir das nicht mit aufgenommen haben. Wir haben aber das Lichtpunktschießen mit aufgenommen, und hoffen zahlreiche Starter begrüßen zu können. Bei der Jugendverbandsrunde wird die Freie Pistole auch nicht mehr geschossen.

Landesjugendsprecher Björn Rienau berichtete über die Aktivitäten der Jugendsprecher. Es sind alle auf der NDSB-Homepage nach zu lesen.

Berichte aus den Kreisverbänden: In vielen Kreisen fanden die geplanten Aktivitäten statt, aber leider sank die Beteiligung aufgrund fehlender Jugendlicher.

Im Kreis Kiel wurde auf Wunsch ein Kreisjugendtraining KK eingeführt. In den Sommerferien fand die Ferienpaßaktion beim SchV Hubertus Kiel mit 30 Jugendlichen guten Anklang. Wenn auch nicht mit vielen Jugendlichen, aber unsere Jugendlichen haben an Kreis- und Landesmeisterschaften teilgenommen. Kreisjugendleiter Andreas Erk hofft, dass das Kreisjugendtraining ein Anreiz ist auch wieder an den Meisterschaften teilzunehmen.

Für den im letzten Sportjahr entfallenen Rundenwettkampf hat die Kreisjugendleitung ein Vergleichsschießen in den Disziplinen Luftgewehr und Luftpistole als Heimwettkampf mit abschließendem Präsenzwettkampf angeboten berichte Pinnebergs Kreisjugendleiterin Martina Peetz. Die neue Rundenwettkampfsaison startet gerade. Es gestaltet sich immer schwierig, Jugendliche dafür zu gewinnen, sich auf zukünftige Termine festzulegen. Die zweite Schwierigkeit liegt darin, in den Vereinen Fahrer zu den Wettkampforten zu finden. Dennoch hält Martina Peetz den Rundenwettkampf für ein optimales Mittel, um andere Schießstände kennenzulernen und Wettkampferfahrung zu sammeln.

Vor einem Jahr wurde Gerd Reetz (Schleswig-Flensburg) zum Kreisjugendleiter gewählt, und er ist mit seinem ersten Jahr sehr zufrieden. Vor einem Jahr war die Jugendarbeit bei uns im Kreis immer der Posten des Einzelkämpfers. Das konnten wir mit dem erfahrenen Klaus Reimers ändern. Des Weiteren haben wir mit Silke Holmer (Pistole) und Gerd Maximowitz (Bogen) zwei erfahrene Schützen für die Jugendarbeit gewinnen können. Auch der Jugendsprecher Marcel Lütt ist intensiv in die Vorstandsarbeit eingebunden. Sein Fazit nach einem Jahr Kreisjugendleiter: Eine gute Jugendarbeit steht und fällt mit dem Jugendleiter im Verein. Wir können uns auf Kreis- und Landesebene noch so viel verbiegen ohne den Jugendleiter im Verein läuft nichts. Hier sehe ich meine größte Aufgabe für die Zukunft.

Karin Boller aus dem KSchV Herzogtum-Lauenburg bemängelte, dass die Veranstaltungen auf Kreis- und Landesebene leider sehr dürftig angenommen wurden. Bei den meisten Vereinen, die Jugendliche haben, wird leider nur Auflage geschossen, und die sind auch nicht zu bewegen dieses zu ändern, so Karin Boller.

Auch Kreisjugendleiter Torben Jürgensen (Rendsburg-Eckernförde) war mit der Zusammenarbeit seines Kreisvorstandes zufrieden, wir haben als Team gut funktioniert. Auf dem Kreisjugendtag konnten alle Posten besetzt werden. Die neu eingeführte Landesjugendrangliste des NDSB wurde von unseren Jugendlichen gut angenommen. Dagegen nehmen an der Rangliste im Kreis leider immer weniger teil.

Silke Kirchner (Segeberg): Unsere Kreismeisterschaften führten wir in diesem Jahr im NDSB LLZ durch. Am Kreisranglistenschießen begannen wir mit 19 Jugendlichen, aber leider wurde es von Wettkampf zu Wettkampf weniger, bedauerte Silke Kirchner. Am Shooty-Cup haben wir mit drei Mannschaften teilgenommen. Gut war auch, mit 29 Teilnehmern, die Beteiligung am Landesranglistenschießen. Am Werner-Hesebeck-Förder-Pokal, nahmen 35 Jugendliche teil.

Nicole Behrens (Stormarn): An den offiziellen Wettkämpfen wie Kreismeisterschaften nahmen fast alle Vereine aus dem Kreis teil. Unsere Jugendlichen konnten Erfolge auf Kreis und Landesmeisterschaften erzielen und wir konnten uns über Qualifikationen zur Deutschen Meisterschaft freuen. Leider haben viele Vereine kein Interesse oder zu wenig "Personal" um die Kinder auch einmal zu anderen Wettkämpfen zu fahren. Die Rangliste haben wir jetzt nach NDSB Vorbild gestaltet und lassen zwei Wettkämpfe auf den eigenen Ständen schießen und zwei Wettkämpfe schießen wir an einem bestimmten Termin. Nach dem ersten Meldetermin mussten wir leider damit drohen, die Rangliste nicht stattfinden zu lassen, jetzt haben wir aber immerhin 37 Jungschützen, die teilnehmen berichtete Nicole Behrens.

Lore Bausch (Ostholstein): Berichtete nicht ohne Stolz, dass zahlreiche Jugendliche mit ihren Erfolgen bei den Landesmeisterschaften den Grundstock für die Teilnahme an den DeutschenMeisterschaften legten. Insgesamt qualifizierten sich dreizehn Jugendliche (18 Startplätze) für die Deutschen Meisterschaften. Auch beim RWS-Shooty-Cup stellte der Kreis Ostholstein eine Luftgewehr-Mannschaft (SSV Kassau), die den Landesentscheid gewonnen hatte. Beim Endkampf der NDSB-Rangliste haben unsere Jugendlichen 42 Startberechtigungen errungen.

Die Jugendfreizeitfahrt ging in diesem Jahr auf die Insel Fehmarn, dort konnten die Jugendlichen in einem Museum beim Dunkelexperiment erleben, wie es ist, mit Augenproblemen durchs Leben zu gehen.

Wir werden in den nächsten Jahren nicht darum kommen, bei den Jugendveranstaltungen auch die Kreisjugendleiter mit einzubinden, so Markus Lais. Des Weiteren berichtete er, dass die Landesjugendsprecher auch gern zu den Kreisjugendtagen kommen würden, um über die Arbeit der Schützenjugend im Verband zu berichten, "nehmt dieses Angebot an", appellierte Markus Lais an die Anwesenden.

Lore Bauch appellierte noch mal, dass die Kreisjugendleiter Verbindung zu den Vereinen bzw. zu den Jugendleitern halten sollen. Denn wir müssen immer wieder registrieren, dass unsere Informationen nicht an der Basis ankommen.