NORDDEUTSCHER SCHÜTZENBUND VON 1860 e.V.
 

Feuer vernichtet Schützenhaus in Bujendorf

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, den 4. Mai 2018, gab es um 1.30 Uhr Feueralarm. Das Vereinshaus des Geselligen Vereins Bujendorf aus der Gemeinde Süsel im Kreis Ostholstein stand in Flammen.

Wenig später zeigte sich für die Feuerwehren aus Bujendorf, Röbel, Zarnekau und Gömnitz, dass es nicht mehr viel zu retten gab. Ein einziges Trauerspiel für die 85 Mitglieder des rührigen Vereins, der das 24 mal 14 Meter breite Holzhaus mit Küche und Nebenräumen durch viel Eigenleistung mit und öffentlichen Zuschüssen 1994 einweihen konnte.

Im Jahr 1998 feierte der aus Bujendorf nicht wegzudenkende Verein mit Gildebrauchtum und Sportschützen im Angebot sein 100-jähriges Jubiläum.

Stefan Möller, Vereinsvorsitzender, war trotz der Katastrophe froh, dass die alten Vorderladerwaffen für das traditionelle Schützenfest und die Luftgewehre für den Schießsport durch den gesicherten Bereich unbeschädigt blieben. Auch eine vor wenigen Jahren restaurierte Fahne des Krieger-Vereins von 1890 retteten die mutigen Feuerwehrleute.

Heinrich Möller, selbst langjähriger Vorsitzender des Vereins und derzeit Kreisvorsitzender des Kreisschützenverbandes Ostholstein, war mit seinem Sohn früh an der Brandstelle. Beide wohnen ganz in der Nähe am Dorfrand nahe dem Redingsdorfer See. Im NDR-Fernsehbericht am Tag drauf konnten Vater und Sohn kaum ihre Tränen unterdrücken.

Polizeiliche Ermittlungen sind eingeleitet, eine Brandursache stand Tage nach dem Feuer noch nicht fest. Auch ist vom Vorstand noch nicht entschieden worden, wie es jetzt weiter gehen soll. „Das alles hängt auch von der Frage ab, inwieweit wir auf Versicherungsleistungen bauen können“, sagte Stefan Möller. Auch die Frage, ob es in diesem Jahr ein Schützenfest geben werde, ist noch offen. „Wir sind aber dankbar für viele Hilfsangebote, auch von anderen Vereinen aus Ostholstein.“