NORDDEUTSCHER SCHÜTZENBUND VON 1860 e.V.
 

Der SSV Kassau bleibt in der 2. Bundesliga Nord

 

Nur ein Ring fehlte zum ersten Platz in Hannover – Leonie Werner und Markus Dietmayr mit 397 und 396 in überragender Form

Der SSV Kassau bleibt nach seinem ersten Jahr in der 2. Bundesliga Nord der Luftgewehrschützen. Mit dem zweiten Platz in der Relegation unterstrich der Tabellensiebte, dass er den Norddeutschen Schützenbund und den Schützenkreis Ostholstein angemessen auch in seinem zweiten Jahr vertreten kann. Um nur einen Ring war mit 3871:3870 der SV Bramstedt aus dem Landesverband Nordwest nach zwei Durchgängen besser, als dritter Aufsteiger darf sich ebenfalls aus Nordwest der Neuling SV Stuhr auf die neue Ligasaison im Herbst freuen. Der Wettkampftag im Bundesstützpunkt Sportschießen in Hannover erwies sich aber spannender, als die Endzahlen der neun Fünferteams vermuten lassen.

Mit Fans aus Kassau ging es kurz für fünf Uhr auf die Reise, um neun Uhr startete bereits die erste Runde. Die Ausbeute mit insgesamt 1925 Ringen war nicht nach dem Geschmack der Ostholsteiner. „Hinter dem SV Bramstedt, nicht mit den ebenfalls anwesenden Bad Bramstedtern zu verwechseln, mit 1936 Zählern lagen wir hinter dem SV Stuhr mit seinen 1932 bei 1925 schon ein wenig zurück“, schildert Trainer Andreas Berthold den Halbzeitstand. Leonie Werner als Teambeste mit 392 Ringen, Robin Jedtberg, Florian Jeger, Markus Dietmayr und Celina Dahm hatten das Resultat erreicht. Dabei saß den Kassauer als Vierter der SV Jeversen aus Niedersachsen mit 1923 Ringen im Nacken. Die Stadtwerke Norderstedt, die Lübecker Sportschützen als Sechste und auf sieben der SV Roland Bad Bramstedt waren praktisch aus dem Rennen, weil es nur drei Aufstiegsplätze für die neun Klubs gab.

In der zweiten Runde sollte es besser laufen. Celina Dahm steigerte sich auf starke 391 Ringe, mit persönlicher Bestleistung von 397 Ringen von 400 möglichen aber wurde Leonie Werner zum Star der Mannschaft. Markus Dietmayr, dem noch die Anreise aus seinem Bayernurlaub vormittags in den Knochen steckte, steigerte sich von 378 auf stolze 396 Zähler. Robin Jedtberg steuerte 383 bei, für Jeger schoss Jo-Isabelle Flor 378 Ringe. Das Kassauer Team war damit bei 1945 Durchgangsbester und kletterte auf den sicheren zweiten Platz.

Tagesbeste war übrigens mit ihren beiden Serien von 392 und 397 Ringen Leonie Werner. Sie war wie alle Teammitglieder und zahlreiche mitgereiste Kassauer Fans überglücklich: „Wir haben unser Ziel, die Klasse zu halten, erreicht. Und ich meine Form der letzten Wochen unter Beweis stellen können.“ Die mitgereiste Vereinsvorsitzende Anka Venohr: „Ein schöner Saisonabschluss! Wir danken allen Sponsoren und freiwilligen Helfern, die uns in der ersten Saison geholfen haben, ohne sie hätten wir den sportlichen Schritt in die zweite Liga finanziell und organisatorisch nicht geschafft. Nun geht es weiter in die zweite Saison, in der wir mehr als nur einen Sieg erreichen wollen.“

Die Lübecker Sportschützen beendeten die Relegation auf Position fünf, der SV Roland Bad Bramstedt auf sieben. Sie werden sich im Herbst in der Verbandsliga erneut um vordere Plätze bemühen.