NORDDEUTSCHER SCHÜTZENBUND VON 1860 e.V.
 

SV Olympia 72 baut Tabellenführung aus

Lina Petermann strahlte über ihre 399 Ringe

Christian Hirsch gewann auch beide seiner Duelle

Sara Greve hatte auch Grund zum Jubeln, sie gewann beide Duelle

14.11.2017
Kategorie: Sport
Von: Hauke Falkenhagen

Sportschützen in der 2. Bundesliga weiter ohne Punktverlust

Am zweiten Wettkampftag der 2. Luftgewehr Bundesliga musste Tabellenführer SV Olympia 72 die weite Reise in den Harz zur SB Freiheit antreten. Auf dem Programm standen zwei richtungsweisende Begegnungen gegen die ebenfalls ungeschlagene SGi Steinkirchen (2.) und den SV Ladekop (4.).

Am Vormittag hieß der Gegner zunächst SV Ladekop. Die Mannschaft aus dem Alten Land ist immer ein unbequemer Gegner, der jede Unkonzentriertheit sofort bestraft. Trotzdem waren die Verantwortlichen des SV Olympia 72 vorsichtig optimistisch.

Da die Olympioniken aus beruflichen Gründen auf Neuzugang Camilla Hansen verzichten mussten, rückte Andre Knaack auf Pos. 5 neu ins Team. Knaack fand ganz schwer in den Wettkampf. Er konnte sich im Laufe der Begegnung dann etwas steigern, war am Ende über seine 376 Ringe aber nicht wirklich glücklich. Da sein Gegner Klaus Vieweger (371 R.) aber einen ganz rabenschwarzen Tag erwischte, reichte es doch noch, um seine Mannschaft mit 1-0 in Führung zu bringen.

An Pos. 1 zeigte Line Petermann dann einmal mehr ihre Klasse. Petermanns Kontrahent Alexander Meinking konnte einem am Ende schon Leid tun. Er versuchte alles, schoss mit 390 Ringen ein Spitzenergebnis und hatte am Ende dennoch keine Chance auf einen Punktgewinn. Mit 399 von 400 Ringen (100, 100, 99, 100) schraubte Petermann die Führung auf 2-0 und motivierte ihre Mannschaftskollegen noch einmal zusätzlich.

Das war auch nötig, denn in den restlichen 3 Duellen war bis zum Schluss alles möglich.

Jeppe Dammark (Pos.2) führte nach 30 Schuss mit 2 Ringen, brach in der letzten Serie dann aber völlig unerwartet etwas ein und verlor noch mit 384-386 Ringen.

Christian Hirsch begann an Pos. 4 mit einer ganz starken 100er Serie und verwaltete seine 4-Ringe-Führung bis zum Schluss. Mit 387-384 Ringen brachte er sein Team uneinholbar mit 3-1 in Führung.

Einen ganz konstanten Wettkampf lieferte Sara Greve ab. Trotz drei 97er Serien lag sie nach 30 Schuss aber immer noch mit einem Ring zurück. Doch während Greve mit beeindruckender Nervenstärke noch einmal 98 Ringe nachlegte, kam ihr Gegner mit dem Druck nicht mehr klar. Er ließ Ring um Ring liegen und Greve siegte mit 389-386 Ringen.

Am Nachmittag kam es dann zum Duell mit der SGi Steinkirchen, die ihre ersten 3 Saisonwettkämpfe ebenfalls gewonnen hatten.

Beiden Mannschaften merkte man gleich zu Beginn an, dass hier eine ganz entscheidende Begegnung auf dem Programm stand.

Marco Falkenhagen (für Andre Knaack eingewechselt) konnte seine Nervosität nie ablegen und verlor seinen Wettkampf mit für ihn völlig unbefriedigenden 380 -384 Ringen.

Jeppe Dammark konnte sich zwar steigern, doch auch seine 387 Ringe reichten gegen Steffen Olsen nicht zum Punktgewinn. 0-2 aus Sicht der Olympioniken, bei denen es auch in den anderen Duellen anfangs nicht rund lief.

Michael Seidel, Vorsitzender der Sportschützen, erlebte erstmals eine Auswärtsbegegnung seiner Schützlinge. Und er dürfte feuchte Hände gehabt haben, als er Zwischenstände in die Heimat schickte. „Line ist völlig von der Rolle und total unzufrieden“ schrieb er, als Petermann nach zwanzig Schuss schon 5 Ringe liegengelassen hatte und knapp hinten lag. Doch dann zeigte sie, warum sie im dänischen Nationalkader steht. Sie legte plötzlich den Schalter um, schoss 2x 99 Ringe und holte mit 393-388 Ringen gegen Annika Neumann einen ganz wichtigen Punkt zum 1-2.

Auch Christian Hirsch ließ die vielen mitgereisten Fans lange zittern. Dabei schoss er einen tollen Wettkampf, lief aber lange einem knappen Rückstand aus der ersten Serie (96) hinterher. Mit tollen Serien holte er aber Ring um Ring auf und gewann mit 391-386 Ringen gegen Alexander Bederke. Ausgleich, 2-2.

Jetzt waren alle Blicke auf das Duell zwischen Sara Greve und Stephanie Schwarz gerichtet.

Und es entwickelte sich ein dramatischer Wettkampf. Greve schoss zur Halbzeit zwei Ringe Vorsprung heraus (198-196), die sie aber nach der dritten Serie (97-99) wieder eingebüßt hatte. Doch wie am Vormittag hatte Greve auch dieses Mal den längeren Atem. Sie brachte es in der vierten Serie noch einmal auf 99 Ringe und drehte durch den 394-391 Erfolg die gesamte Begegnung zugunsten der Olympioniken.

Mannschaft und Fans feierten die alleinige Tabellenführung gebührend.