NORDDEUTSCHER SCHÜTZENBUND VON 1860 e.V.
 

DM Dortmund

31.10.2017
Kategorie: Sport
Von: Margrit Kunde

Zum Abschluss der DM-Auflage gab es noch mal 3 Medaillen für unseren Verband

Bei den Deutschen Meisterschaften in Dortmund bewiesen unsere Schützinnen und Schützen einmal mehr das sie zu den besten Deutschen Auflageschützen gehören.

Allen voran der Kieler Peter Weinreich. In Hannover bei den KK-Wettbewerben war er mit fünf Mal Edelmetall schon das Maß aller Dinge. Nach Hannover war ich happy, deshalb fuhr ich zu den Deutschen in Dortmund  ganz entspannt, denn Dortmund konnte noch eine Zugabe zu diesem Superjahr sein, so Peter Weinreich.

Und was die Schützen in Dortmund geboten haben, speziell auch im Finale, war schon Spitzensport.

Peter Weinreich (Senior B) beendete seinen Vorkampf mit 317,6 Ringen als zweiter und war damit sicher im Finale der besten Acht. Und im Finale lieferte er sich mit Hans Peter Wester (Rheinland/Vorkampf dritter) ein Kopf an Kopfrennen. Im Vorkampf lagen sie nur 3/10 auseinander, und auch im Finale konnte sich keiner entscheidend absetzten. Mit nur einem Zehntel unterschied setzte sich  Hans-Peter Wester (253,4)  gegen  Peter Weinreich (253,3) durch. Er hat mich schon mal bei einer Deutschen mit 0,1 geschlagen, aber ich habe den immer fairen Sportsmann auch schon mal des Feldes verwiesen, sagte Peter Weinreich. Nicht ganz ohne Stolz sagte Peter Weinreich, das er jetzt schon 17 Medaillen (Einzel und Mannschaft) bei  Deutschen Meisterschaften gewonnen hat.

Diese Erfolge kommen aber nicht von ungefähr. Peter Weinreich trainiert kurz vor den Deutschen vier Mal pro Woche. Pro Trainingseinheit schießt er 150 Schuss. Er trainiert auch speziell zu den Urzeiten wie seine Startzeiten bei der Deutschen sind. Und in seinem Verein hat er sich extra die Auflage so gebaut wie sie  auch in Dortmund steht. Auch die Konzentration trainiert er speziell, indem er das Radio an hat. Dort testet er so lange an der Lautstärke bis er im „Tunnel“ ist, dass ihn rundherum nichts mehr stört.

Zu seiner Silbermedaille kam noch eine Bronzene dazu, denn die Kieler Mannschaft mit Helmut Probst, Werner Petersen und ihm kamen mit 943,2 Ringen auf den dritten Platz.

Einen ganz tollen Wettkampf lieferte Roland Oszfolk (Senior A)  vom VfL Eiche Idstedt. Mit 316,5 Ringen kam er als Achter gerade noch ins Finale. Und im Finale dreht er auf und schoss eine gute Zehn nach der anderen. Am Ende wurde Roland Oszfolk (253,5) nur knapp von Hermann Plötz (254,4/Bayern/Vorkampferster) geschlagen. Bei der Siegerehrung strahlte er und freute sich über seine erste Medaille bei einer Deutschen.

Eine tolle Leistung bot auch Magaret-Eva Kalkenings von der Schwartauer SchG. Mit 314,7 Ringen wurde sie Vorkampfzweite. Auch wenn es im Finale nicht mehr ganz rund lief, und sie den Sprung aufs Podest verpasste, ist der erzielte fünfte Platz ein toller Erfolg.

Auch Christel Gülck (Großenbrode) lag nach der Vorrunde mit 314,2 R. als dritte des Vorkampfes wieder auf Medaillenkurs. Doch im Finale, rund acht Stunden später war einfach die Luft raus und das Auge spielte auch nicht mehr mit, so Christel Gülck. Am Ende belegte sie in dem klasse Feld einen guten sechsten Platz.

Gert Heydemann (Schützenverein Tarp) verpasste bei den Senioren C mit nur  2/10 Ringen das Finale. Mit guten 316,2 Ringen belegte er den zehnten Platz.

Bei der hohen Leistungsdichte der deutschen Auflageelite gab es bei den Deutschen in der Vergangenheit immer wieder Ringgleichheit, so dass Stechschüsse über Titel und Platzierungen entscheiden mussten, daher hat der DSB-Sportausschuss beschlossen, dass ab diesem Jahr in Zehntelwertung gewertet wird. Eigentlich wollte man damit auch Zeit einsparen, denn das lange Warten nach dem Wettkampfprogramm bis zum Stechschießen verzögerte die Siegerehrung doch erheblich. Mehr Zeit hat man zwar durch die neue Regelung nicht eingespart, aber die Schützinnen und Schützen boten super spannende und hochklassige Finalschießen.

Die besten acht Schützen kommen ins Finale und müssen dort zunächst zwölf Schüsse abgeben. Der Schlechteste scheidet dann aus. Die übrigen sieben schießen dann weitere zwei Schüsse, wobei dann der Schwächste ausscheidet. So geht es dann weiter bis der Sieger feststeht.

Diese Regelung wird von einigen Schützinnen und Schützen skeptisch gesehen, andere dagegen haben damit kein Problem.  Solch ein Finalschießen ist für den Sportler natürlich eine nervlich große Anspannung, aber dem Publikum wird ein richtig großer Spitzensport gezeigt, so Peter Weinreich.