NORDDEUTSCHER SCHÜTZENBUND VON 1860 e.V.
 

Schützen atmen auf und sehen Licht im Tunnel

Im April 2017 zerstörte ein Brand das komplette Sportzentrum des TSV Flintbek, seitdem kämpft die Schießsparte für einen Neu- bzw. Wiederaufbau.

Es konnten damals zwar alle Sportgeräte und auch die erst drei Monate alten Disag-Anlagen auf dem Luftgewehrstand gerettet werden, jedoch befindet sich diese seither gut verpackt und sicher im Dornröschenschlaf so Spartenleiter Jürgen Meier.

Jürgen Meier und viele Flintbeker Schützinnen und Schützen nahmen seitdem an den vielen Gemeindesitzungen teil, um zu erfahren wie mit dem Sportzentrum weiterverfahren werden soll.

Im Mai 2018 sah es für die Schützen noch schlecht aus, denn bei der Abstimmung gab es ein Patt. Doch zwei Monate später war, durch die Kommunalwahl, das Gremium anders aufgestellt, und der Bauausschuss stimmte mehrheitlich in Sachen Neubau Bürger- und Sportzentrum für die "große Lösung" - inklusive Räumlichkeiten für die Schützensparte. Damit konnten die Schützen endlich ihre Zukunft planen.

Der Bauausschuss legte einen Zeitplan vor, wann die Fertigstellung der Vergabeunterlagen zu erfolgen hatte, Teilnahmewettbewerb der Generalunternehmer, Angebotsverfahren usw..

Demnach sollte mit dem Neubau Mitte Dezember 2019 angefangen werden. Fertigstellung sollte Ende 2020 sein.

Aber ein Wiederaufbau der Räumlichkeiten und die Wiederinbetriebnahme der KK - Röhren, wie es geplant war und bereits von der Gemeinde verabschiedet war, ist nicht möglich, da sich einfach kein Bauunternehmen findet, dass den Bau gemäß den Erfordernissen der Schießstandsrichtlinien im Untergeschoß des neu zu erstellenden Sportzentrums innerhalb des zur Verfügung stehenden Budgets realisieren kann.

In seiner außerordentlichen Gemeindesitzung am 6. März 2019 hat der Gemeinderat daher mit 6: 1 Stimmen beschlossen, den bisherigen Gesamtbauplan aufzugeben und Alternativen zu suchen.

Eine dieser Alternativen wäre z. B. die Auslagerung der Schützen in ein externes Gebäude. Hier könnte der Luftgewehrstand neu eingebaut werden und ein neuer moderner 25- und 50 m Stand angebaut werden.
Dies stellt für die Schützen eine adäquate Alternative dar und die Schützen hoffen nun auf eine zügige weitere Entscheidungsfindung und Umsetzung.

Der derzeitige Zustand, sowohl im Hinblick auf die waffenrechtlichen Bestimmungen als auch im Hinblick auf die vielen Unwegsamkeiten für die aktiven Schützen und Schützinnen ist kräftezehrend und anstrengend sagte Jürgen Meier.

Wir sind jedoch sehr dankbar für die Möglichkeiten, die die befreundeten Vereine uns

bezüglich der Trainingsmodalitäten bieten. Luftgewehr kann auf der elektronischen Anlage im Tannenberg, Kiel, geschossen werden und jeweils mittwochs und freitags ist der Stand auch gut besucht. Auch Großkaliber kann auf dem Stand im Tannenberg geschossen werden.
Kleinkaliber wird auf dem KK - Stand in Bovenau - ebenfalls elektronisch - geschossen. Auch hier gibt es regelmäßig Trainingsmöglichkeiten für alle Schützen.

Der Wille zusammen zu halten und trotz der Widrigkeiten gute bis sehr gute Leistungen abzuliefern, schweißt unsere Schützen zusammen und stellt das Leistungsniveau derzeit sicher. Wir freuen uns über den Zusammenhalt und danken besonders den befreundeten Vereinen für die Trainingsmöglichkeiten, so Spartenleiter Jürgen Meier. Trotzdem wünschen wir uns natürlich alle, schnellstmöglich wieder auf dem "eigenen" Stand aktiv sein zu dürfen.