NORDDEUTSCHER SCHÜTZENBUND VON 1860 e.V.
 

Abenteuer Bundesliga endet nach nur einer Saison

Am vorletzten Wettkampfwochenende in der 1. Luftgewehr-Bundesliga durfte der SV Olympia 72 ins hessische Mengshausen bei Bad Hersfeld reisen. Und es wurde ein ganz, ganz bitteres Wochenende für den Aufsteiger, der mit zwei deutlichen 0-5 Niederlagen im Gepäck die Heimreise antreten musste.

 

Schon vorher war klar, dass man die lange Reise ohne die Nr. 1 und 2 im Team, Mikkel und Camilla Hansen, antreten musste. Beide waren für die dänische Nationalmannschaft im Einsatz.

Und als am Freitagabend dann auch noch Alexander Widalski aus privaten Gründen vorzeitig abreisen musste, standen plötzlich nur noch 5 Akteure zur Verfügung.

So musste Interims-Coach Marco Falkenhagen, der den erkrankten Teamchef Schimmer vertrat, sich um die Mannschaftsaufstellung keine großen Gedanken machen.

Am Samstag gegen den Wissener SV lief von Beginn an nichts zusammen. Kein Schütze erreichte Bundesligaformat, so dass der Gegner an allen Positionen relativ deutliche Siege einfahren konnte.

Katarina Bisercic (391-397) kam noch am glimpflichsten davon - doch 391 Ringe auf Pos. 1 sind einfach zu wenig, um seinen Gegner ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Aber auch Jeppe Dammark (383-393), Andre Knaack (378-388), Christian Hirsch (386-397) und Sara Greve (380-388) waren allesamt chancenlos.

Sonntag wartete mit dem Tabellenzweiten BSV Buer-Bülse dann noch ein Hochkaräter auf die Olympioniken. Und der Gegner ließ von Anfang an keinen Zweifel aufkommen, wer als Sieger die Halle verlassen würde.

Katarina Bisercic konnte sich zwar leicht steigern und kam auf 393 Ringe, ihr Gegner Istvan Peni zielte aber nur bei einem Schuss nicht exakt und holte den Punkt mit starken 399 Ringen.

Einen tollen Wettkampf schoss Sara Greve. Ihre guten 391 Ringe reichten aber selbst an Pos. 5 nicht zum Sieg, ihr Gegner Robin Zissel kam am Ende auf 396 Ringe.

Jeppe Dammark (380-389), Andre Knaack (379-393) und Christian Hirsch (383-394) blieben erneut weit unter ihren Möglichkeiten, so dass auch ihnen eine Ergebnis-Kosmetik versagt blieb.

Mit diesen beiden Niederlagen ist auch die letzte Chance auf den Klassenerhalt verspielt.

SV-Sprecher Falkenhagen: „Schade, dass das Abenteuer Bundesliga schon nach einer Saison wieder vorbei ist. Leider konnte die Mannschaft bislang nie ihr wahres Gesicht zeigen – ich bin aber zuversichtlich, dass das in den letzten beiden Wettkämpfen im Januar noch einmal gelingt. Der Druck dürfte jetzt endgültig weg sein – und verlernt haben sie es auch alle nicht, wie man im Training feststellen kann.“

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