NORDDEUTSCHER SCHÜTZENBUND VON 1860 e.V.
 

Bundesliga-Premiere missglückt

Das hatte man sich beim SV Olympia 72 zumindest anders erhofft. Zum Bundesliga-Auftakt in Paderborn gab es gegen den TuS Hilbert (1-4) und den SV Gölzau (0-5) gleich zwei deftige Niederlagen.

Doch die Begegnungen nahmen zwei völlig unterschiedliche Verläufe. Am Samstag gegen Hilgert machten alle Schützen in der Probezeit einen ruhigen und konzentrierten Eindruck. Doch nach dem Kommando „Start“ schien die komplette Mannschaft Angst vor der eigenen Courage zu bekommen. Alle hatten plötzlich weiche Knie.

Nach den ersten zehn Schuss lagen fast alle schon deutlich zurück, eine kleine Vorentscheidung war da schon gefallen.

Milutin Stefanovic, der Kontrahent von Olympias Nr. 1 Katarina Bisercic, legte gleich mal eine 100er Serie vor, so dass Bisercic schon zu Beginn mit 6 Ringen in Rückstand ging. Das war natürlich nicht mehr aufzuholen, am Ende verlor sie deutlich mit 389-398 Ringen.

Auch Sara Greve kam nur auf 94 Ringe und verlor schon 5 Ringe auf Dr. Julia Palm. Greve steigerte sich dann enorm, konnte die 386-393 Niederlage aber nicht mehr verhindern.

Mit dem gleichen Ergebnis unterlag Christian Hirsch gegen Debora Linn. Hirsch konnte lange Anschluss halten, Linn war in den entscheidenden Momenten aber immer den einen Ring besser.

Dann schlug aber die große Stunde von Andre Knaack. An Pos. 5 lieferte er sich ein packendes Duell mit Christian Schmal. Nach 20 Schuss übernahm Knaack mit einem Ring die Führung und brachte diesen Vorsprung nervenstark ins Ziel. Damit holte er den ersten Erstliga-Einzelpunkt für die Olympioniken und wurde von den zahlreichen Fans frenetisch gefeiert.

Dem stärksten Akteur im Olympia-Team, Jeppe Dammark, wäre fast der zweite Einzelpunkt gelungen. Dammark schoss einen konstant starken Wettkampf und kämpfe sich mit einer 99er Schlussserie ins Stechen gegen Dr. Manuela Felix. Am Ende stand es 392-392.

Im Stechen zeigten beide dann noch einmal hochklassigen Schiessport, jeder traf noch 4x die 10. Erst im vierten Stechschuss, der dann in Zehntel gewertet wird,  wurde das Duell mit 10,6 zu 10,2 für Hilgert entschieden.

Teamchef Thomas Schimmer war trotz der Niederlage aber nicht unzufrieden: „Die Mannschaft hat nach dem nervösen Start super gekämpft und nie aufgegeben. Schade, das Jeppe das Stechen verloren hat. Diese Einzelpunkte können am Ende der Saison sehr wichtig sein.“

Am Sonntag gegen den SV Gölzau erwischte die ganze Mannschaft dann einen rabenschwarzen Tag, fast kein Schütze erreichte Normalform. Dazu kam, dass der SV Gölzau das beste Mannschaftsergebnis aller 12 Mannschaften an diesem Wochenende auf die Scheiben zauberte.

Christian Hirsch (384-395 gegen Lena Cramer), Andre Knaack (384-395 gegen Weronika Roslon) und Sara Greve (371-393 gegen Richard Bennemann) kamen ebenso unter die Räder, wie Jeppe Dammark, der seine Leistung vom Vortag auch nicht wiederholen konnte. Er unterlag Charleen Bänisch mit 385-395 Ringen.

Einziger Lichtblick in dieser Begegnung war die Leistung von Mikkel Hansen, der an Pos.1 Katarina Bisercic ersetzte.

Der Däne zeigte in seiner ersten Liga-Begegnung eine tolle Leistung, musste seinem Gegner Tomasz Bartnik aber „dank“ einer 9,9 kurz vor dem Ende mit 395-396 den Einzelpunkt überlassen.

SV-Sprecher Hauke Falkenhagen: „Gegen solch einen Gegner können und müssen wir nicht gewinnen, aber die eigene Leistung kann niemanden zufriedenstellen. Ich denke, die unglaublich laute Atmosphäre in der Halle mit teilweise nervtötendem Dauertröten hat die Mannschaft doch ein wenig verunsichert. Jetzt weiß sie, was in 14 Tagen auf sie wartet und kann das dann hoffentlich ausblenden.“

In Höhr-Grenzhausen (bei Koblenz) warten mit Mengshausen und Hubertus Elsen dann zwei Topteams der Liga auf die Olympioniken.

Ergebnisse